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Wer schützt uns vor Fluglärm? - Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten in Essen
Wer schützt uns vor Fluglärm? - Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten in Essen Am Montagabend (03.04.2017) diskutierten Landtagskandidaten des Wahlkreises Essen-Süd auf Einladung der Bürger gegen Fluglärm mit etwa 100 interessierten Bürgern das Thema „Wer schützt uns vor Fluglärm?“.
 
 
 
 
 



Wer schützt uns vor Fluglärm? - Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten in Essen

Am Montagabend (
03.04.2017) diskutierten Landtagskandidaten des Wahlkreises Essen-Süd auf Einladung der Bürger gegen Fluglärm mit etwa 100 interessierten Bürgern das Thema „Wer schützt uns vor Fluglärm?“.

Zu Beginn hielt die Umweltepidemiologin Frau Prof. Barbara Hoffmann von der Uni-Klinik Düsseldorf einen Vortrag über die gesundheitlichen Auswirkungen Fluglärm und vom Luftverkehr ausgestoßene Schadstoffe. Sie stellte klar, dass die gesetzlichen Grenzwerte aus wissenschaftlicher Sicht viel zu hoch sind. Gesundheitliche Auswirkungen können ab etwa 40 db auftreten.

Alle anwesenden Direktkandidaten waren sich auch darin einig, dass vor diesem Hintergrund eine Erweiterung des Flughafens Düsseldorf kritisch zu bewerten ist. Dennoch gab es im Detail und bei dem Weg, wie man Fluglärm reduzieren könne, erhebliche Unterschiede. Während Fabian Schrumpf (CDU) eine notwendige Abwägung vieler Faktoren sah, die auch Arbeitsplätze am Flughafen Düsseldorf für die Stadt Essen mit einer überdurchschnittlichen Arbeitslosenquote berücksichtigen müsse, wollte Sonja Neuhaus (Die Linke) zusätzlichen Verkehr auf die Schiene verlagern, in dem z.B. auf Inlandsflüge verzichtet wird und die höhere Besteuerung der Bahn gegenüber dem Luftverkehr abgeschafft wird. Ralf Witzel (FDP) will das Problem mit marktwirtschaftlichen Mitteln lösen, in dem laute und zu spät landende Flugzeuge wesentlich höhere Landegebühren zahlen müssten. Mehrdad Mostofizadeh (Die Grünen) kritisierte das Verkehrsministerium, dass bei der Erörterung der Erweiterungspläne nicht einmal anwesend war, und stellte strikt den Anwohnerschutz in den Vordergrund: „Da bin ich ganz Grüner und wenn Sie wollen Verbotspartei“, konnte sich aber auch einen Seitenhieb an Ralf Witzel nicht verkneifen, dass die Landtagsfraktion sich pro Flughafen positionieren würde.

Das Dilemma zwischen den Politikern vor Ort, die die Probleme der Anwohner hautnah mitbekommen und häufig ja sogar selbst betroffen sind, und der Landespolitik wurde bei Janine Laupenmühlen (SPD) deutlich. Sie sprach sich ebenfalls gegen die Erweiterung aus, weil es Alternativen gäbe und die gesellschaftlichen Kosten viel zu hoch wären. Sie musste aber einräumen, dass ihr Parteifreund und Verkehrsminister Michael Groschek dem Antrag offensichtlich wohlwollender gegenüber steht. Sie versprach aber, sie wolle sich dennoch für die Interessen des Wahlkreises einsetzen.

Den Presseartikel der WAZ finden Sie im Netz unter http://www.waz.de/staedte/essen/kandidaten-kreisen-um-das-streitthema-flughafen-id210159309.html

und den Kommentar unter
http://www.waz.de/staedte/essen/genug-ist-genug-id210163365.html .

Außerdem gibt es noch folgende Beiträge in den Medien:
http://www.kettwig-intern.de/news-amp-aktuelles-21.html?galleryID=657 und

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ruhr/video-lokalzeit-ruhr-1154.html (ab 0:02:52)





DruckenDrucken | 05.04.2017, 16:51:00 | lehe







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