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Flughafen führt Anwohner, Medien und Politiker an der Nase herum
Wenn Sie den Bericht der Rheinischen Post vom 31.01.2017 über den DUS-Nachtflugrekord in 2016 mit unserer Pressemitteilung vom 29.01.2017 vergleichen, haben Sie ein gutes Beispiel dafür, wie der Flughafen die Anwohner, die Medien und die Politiker an der Nase herumführt.
 
 
 



Flughafen führt Anwohner, Medien und Politiker an der Nase herum

Wenn Sie den Bericht der Rheinischen Post (RP) vom 31.01.2017 über den DUS-Nachtflugrekord in 2016 (http://www.rp-online.de/wirtschaft/nachtflug-rekord-am-flughafen-duesseldorf-2016-aid-1.6572773) mit unserer Pressemitteilung vom 29.01.2017 vergleichen, haben Sie ein gutes Beispiel dafür, wie der Flughafen die Anwohner, die Medien und die Politiker an der Nase herumführt.

Oder können Sie eine plausible Antwort auf die Frage finden, wie denn bei noch mehr geplanten Flügen pro Stunde Verspätungen "abgebaut" werden sollen? Größer kann der erkennbare Unfug nicht mehr sein. Weiterhin finden sich in dem Beitrag zum Beispiel keine Hinweise auf den nachgewiesenen starken Zusammenhang zwischen Höhe der monatlichen Flugbewegungen und Anzahl der Nachtlandungen (Korrelationskoeffizient 0,91, der Maximalwert ist 1!). Es wird auch mit keinem Wort erwähnt, dass die Emirates (Flug EK 058) seit 2006 trotz bestehender Nachtflugbeschränkungen noch insgesamt 127-mal „legal“ nach 22 Uhr starten durfte, alles wichtige Fakten, um die Belastung der Anwohner und die Rücksichtslosigkeit des Flughafens Düsseldorf deutlich und nachvollziehbar zu machen.

Statt dessen wiederholt der Flughafen die pauschale und offensichtlich ungeprüfte Beschwichtigung, es läge an Streiks, am Wetter oder am überlasteten Luftraum über den Balearen. Zudem würde in Zukunft alles besser, wenn 60 statt 45 Flugbewegungen pro Stunde (FB/h) erlaubt seien (wobei die beantragte Erhöhung von 45 auf 60 übrigens 15/45 oder 33,3 %
entspricht , nicht 18 %, wie im Bericht zu lesen ist).

Dass der Flughafen auch heute bereits mehr Starts und Landungen abwickeln darf als die besagten 45, wird wohlweislich verschwiegen. Die Beschränkung auf maximal 45 FB/h in der Betriebserlaubnis bezieht sich nämlich lediglich auf die PLANUNG, nicht auf die Durchführung.

Fakt ist, dass die Verspätungen ab 40 FB/h dramatisch ansteigen, in den vergangenen Jahren tausendfach bewiesen. Bleibt also die Frage, warum der Flughafen nicht schon heute tatkräftig die Verspätungen am Nachmittag abbaut, statt auf die Planungserlaubnis für 60 FB/h zu hoffen. Die Antwort ist ganz einfach, weil es mit dem Abbau der Verspätungen nicht klappt, weder heute und erst recht nicht bei 60 FB/h.

Oder ist der Flughafen Düsseldorf etwa in der Lage, durch 15 zusätzliche Flugbewegungen pro Stunde Streiks zu vermeiden, das Wetter zu beeinflussen und den Luftraum über den Balearen zu entlasten?

So werden die Leser mit Unterstützung der viel zu wenig kritisch nachfragenden Presse hinter die Fichte geführt. Die Frage ist, wann die Letzten dies endlich erkennen?

BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM



PS: In diesem Zusammenhang sei noch einmal Gottfried Arnold, Herausgeber der Rheinischen Post, zitiert: „Gerade Zeitungen müssen aufklären. Sie müssen mit Kommentar und Analyse, mit qualifizierten Berichten und deutlichen Stellungnahmen aufzeigen, wo Gefahren sind, wo sich Abgründe auftun.


DruckenDrucken | 03.02.2017, 07:00:00 | lehe







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