Home  |    Satzung  |    Impressum  |    Datenschutzerklärung  |    Kontakt





Sie befinden sich hier:  Startseite / News / Artikel vom Verein
Nachtflüge am Flughafen Düsseldorf in 2016 dramatisch gestiegen
Nachtflüge am Flughafen Düsseldorf in 2016 dramatisch gestiegen Im vergangenen Jahr hat der Flughafen Düsseldorf erneut einen Rekord hingelegt, denn die Zahl der Nachtflüge ist im Vergleich zum Vorjahr um 45 % gestiegen. Einzelheiten erfahren Sie hier.
 
 
 
 
 
 
 




Nachtflüge am Flughafen Düsseldorf in 2016 dramatisch gestiegen

Im vergangenen Jahr hat der Flughafen Düsseldorf erneut einen Rekord hingelegt, denn die Zahl der Nachtflüge ist im Vergleich zum Vorjahr um 45 % gestiegen. Gab es nach den Analysen der BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM in 2015 bereits 1.469 Starts nach 22 Uhr und Landungen nach 23 Uhr, so waren es in 2016 insgesamt 2.129 und damit noch einmal 660 mehr.
 


Auffallend ist dabei, dass die meisten Nachtflüge jeweils in den sechs verkehrsreichsten Sommermonaten vorkamen. Von Mai bis Oktober 2015 waren es im Schnitt rund 195 pro Monat, in 2016 stieg die Zahl für diesen Zeitraum auf durchschnittlich 312 pro Monat an. Insgesamt wurden die Vorjahreswerte in acht von zwölf Monaten übertroffen.



Dazu Georg Regniet, Vorstandsmitglied der BgF: „Dies ist ein eindeutiger Beleg für das Erreichen der Kapazitätsgrenze. Denn wenn so viele Verspätungen bereits bei 45 Flugbewegungen pro Stunde (FB/H) auftreten, würden es bei den beantragten 60 FB/h nicht weniger sondern mehr, auch wenn der Flughafen stets das Gegenteil behauptet, ohne einen einzigen Beweis zu liefern.

Erkennbar ist das Erreichen der Kapazitätsgrenze auch daran, dass es in den Monaten mit einer hohen Zahl an Flugbewegungen stets eine hohe Zahl an Nachtlandungen gibt. Der bereits mit bloßem Auge im Streudiagramm erkennbare starke positive Zusammenhang wird für die letzten drei Jahre (2014, 2015 und 2016) sowohl durch den Korrelationskoeffizienten von 0,91 (Maximalwert 1,0) als auch durch die Regressionsgerade eindrucksvoll bestätigt.



Dieser Zusammenhang wird auch in einem Gutachten festgestellt, dass der Flughafen Düsseldorf im Antragsverfahren auf Kapazitätserweiterung vorgelegt hat (http://www.buergergegenfluglaerm.de/index.php?showfile=1&fid=612&p=downloads&area=1&categ=23 Seite 18, III.4.2), nur hat bisher noch keiner die richtigen Konsequenzen daraus gezogen.

Um die hohe Zahl der gesundheitsschädlichen Nachtstarts und –landungen wirksam zu reduzieren, wäre ein sinnvoller erster Schritt, die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen Düsseldorf so zu limitieren, dass es nach 22 bzw. 23 Uhr nur noch in seltenen Fällen Starts und Landungen gibt. Dazu würde auch die Abschaffung der Off-Block-Regelung beitragen, die bisher häufig als Schlupfloch genutzt wird.

Ein weiterer Schritt läge in einer realistischeren Umlaufplanung der Airlines. Da zum Beispiel die Abflugzeit des Fluges EK 058 von Düsseldorf nach Dubai in den letzten Jahren kontinuierlich weiter nach hinten geschoben wurde (21:05, 21:10, 21:20, 21:25 und 21:30 Uhr), muss man sich nicht wundern, wenn die Maschinen um 21:50 Uhr noch nicht startbereit sind. So ist dieser Flug der Emirates seit 2006 bereits 127-mal nach 22 Uhr gestartet, oftmals mit Sondergenehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf (man kann die Passagiere ja nicht wieder aussteigen lassen), häufig auch unter Nutzung der Off-Block-Regelung, in allen Fällen aber zulasten der Anwohner.

Diese beiden Punkte führen zwar nicht gänzlich zur Vermeidung der Nachtflüge, aber wenigstens zu einer deutlichen Verringerung. Gegen andere Störgrößen wie Wetter und Verspätungen sollte man – wie sonst im Business auch - Pufferzeiten einbauen, damit unvorhersehbare Ereignisse nicht immer den Zeitplan durcheinander werfen.


DruckenDrucken | 01.02.2017, 10:06:00 | lehe







Valid XHTML 1.0 Transitional