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Warum schmückt sich der Flughafen Düsseldorf mit fremden Federn?
Warum schmückt sich der Flughafen Düsseldorf mit fremden Federn? Nachdem seit einigen Tagen die Ergebnisse der Arbeitsstättenerhebung 2016 vorliegen, stellt sich doch tatsächlich heraus, dass der Flughafen Düsseldorf in seiner Pressemeldung nicht bei der Wahrheit geblieben ist. Details erfahren Sie in diesem Beitrag.
 
 
 
 
 




Warum schmückt sich der Flughafen Düsseldorf mit fremden Federn?

nachdem seit einigen Tagen die Ergebnisse der Arbeitsstättenerhebung 2016 vorliegen, stellt sich doch tatsächlich heraus, dass der Flughafen Düsseldorf in seiner Pressemeldung nicht bei der Wahrheit geblieben ist. Denn während das Institut für Handelsforschung Köln (IfH) in seinem offiziellen Ergebnisbericht 18.104 Mitarbeiter ausweist (siehe unten), lässt der Flughafen eine weitaus höhere Zahl von rund 21.600 Mitarbeitern über die Presse veröffentlichen.

Die höhere Zahl des Flughafens kommt aber nur dadurch zustande, dass er die rund 3.500 Arbeitsplätze auf dem Gelände der „Airport City“, die nach dem Berechnungsmodell des IfH nicht berücksichtigt werden (Seite 3 des Berichtes), nonchalant hinzugerechnet hat. Damit vereinnahmt der Flughafen kurzerhand Mitarbeiter von Firmen wie „Maritim-Hotel“, „Porsche“, „VDI“ und „Privatärztliches Praxiszentrum Preveo“, die zufälligerweise ihre Büros an diesem Standort und nicht anderswo in der Stadt angemietet haben, wohl um sich in der Öffentlichkeit in ein besseres Licht zu stellen.

Dazu Christoph Lange, 1. Vorsitzender der BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM: „Ein solches Verhalten empfinden wir nicht nur als dreist sondern auch als in hohem Maße unseriös. Wenn Übertreibungen inzwischen zum Geschäftsgebaren des Flughafens zählen, kann man leicht erahnen, wie glaubwürdig und verlässlich die Angaben in den Antragsunterlagen zur Betriebserweiterung sind.

Stellt man die Ergebnisse der IfH-Arbeitsstättenerhebungen aus den letzten fünf Jahren nebeneinander (siehe unten), dann zeigt sich insgesamt ein Zuwachs bei den Mitarbeiterzahlen von 1.085 bzw. 6 %. Unklar ist jedoch, ob es sich dabei um Teilzeit-, Vollzeit-, befristete oder unbefristete Stellen handelt, dazu fehlen in Düsseldorf stets die Angaben. Im gleichen Zeitraum haben sich die Passagierzahlen von 20,34 Mio. in 2011 auf über 23 Mio. in 2016 entwickelt, was einer Steigerung von 13 % entspricht. Die Passagierzahlen sind folglich mehr als doppelt so stark gestiegen als die Anzahl der Mitarbeiter. Das Märchen von der Jobmaschine wird somit erneut widerlegt.

Es liegt auf der Hand, dass die beantragte Kapazitätserhöhung von 45 auf 60 Flugbewegungen pro Stunde nicht nur zu einem weiteren Passagierwachstum, sondern zwangsläufig auch zu entsprechend höheren Lärm- und Schadstoffbelastungen mit gravierenden gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung führen würde. Allein schon aus diesem Grunde ist sie abzulehnen.

Unsere Gesundheit ist ein hohes Gut, das nicht für ein paar zusätzliche Arbeitsplätze im prekären Niedriglohnbereich geopfert werden darf. Deshalb kann es so nicht weitergehen. Auch wenn sich die Landesregierung kurz vor der Wahl in NRW noch mit Äußerungen bezüglich des Flughafenantrages zurückhält, deuten die Aussagen und Taten von Verkehrsminister Groschek (Neujahrsempfang des Flughafens im Januar 2016, diverse Zeitungsberichte, Sponsorengespräche der SPD, Vorwurf: „durchgrünte“ Bürgerinitiativen und zuletzt: Gründung des Bündnisses für Infrastruktur, dem auch der Flughafen DUS beigetreten ist) deutlich in Richtung Befürwortung.

Die über 40.000 Einwendungen der Anwohner und die zahlreichen abweisenden Ratsbeschlüsse der umliegenden Städte und Gemeinden haben die Landesregierung bisher offensichtlich nicht beeindruckt. Es scheint so, als ob Verkehrsminister Groschek in diesem Punkt mit dem Kopf durch die Wand will. Nun ja, wer nicht hören will, muss fühlen.


Pressemeldung des Flughafens:
https://www.dus.com/de-de/services/news/airport-weiterhin-groesste-arbeitsstaette-der-landeshauptstadt


Passagierzahlen 2016:
http://www.airliners.de/flughafen-duesseldorf-passagierrekord/40102


Einwendungen:
http://www.buergergegenfluglaerm.de/index.php?area=1&p=news&newsid=942&high=Einwendungen


„Egoisten im Mantel einer Bürgerinitiative“:
http://www.buergergegenfluglaerm.de/index.php?showfile=1&fid=616&p=downloads&area=1&categ=16




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DruckenDrucken | 09.12.2016, 16:44:00 | lehe







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