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Betroffene schreiben an Ministerpräsidentin Kraft
Unerwartet große Resonanz fand am Samstag ein Infostand der Bürger gegen Fluglärm in Büderich. In weniger als drei Stunden unterzeichneten mehr als 200 Betroffene einen Brief an die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), in dem eindringlich ein besserer Schutz vor gesundheitsgefährdenden Nachtflügen gefordert wird.
Betroffene schreiben an Ministerpräsidentin Kraft
Unerwartet große Resonanz fand am Samstag ein Infostand der Bürger gegen Fluglärm in Büderich. In weniger als drei Stunden unterzeichneten mehr als 200 Betroffene einen Brief an die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), in dem eindringlich ein besserer Schutz vor gesundheitsgefährdenden Nachtflügen gefordert wird. Viele der Passanten nahmen noch Vordrucke für Freunde und Nachbarn mit. Mitinitiator K. Hussein, Vizepräsident der Bürger gegen Fluglärm, erläutert:
"Die Menschen haben es selbst in der Hand, für einen besseren Schutz vor nächtlichem Fluglärm zu kämpfen. Nach den letzten Gerichtsurteilen hat selbst der dreimal größere Flughafen Frankfurt einen besseren Schutz für die Anwohner - und wir verlangen nur die sofortige Abschaffung der Ausnahmeregelungen, mit denen weder der Flughafen noch die Airlines Geld verdienen dürfen, denn sonst wären es ja keine Ausnahmen mehr. Mittelfristig müssen alle Nachtflüge auf den Prüfstand, auch die bisher erlaubten Landungen von 22 bis 23 Uhr. Dort haben wir nachgewiesen, dass man diese Flüge fast alle vorverlegen könnte. Und diese Nachtlandungen machen gerade einmal 1 % der Einnahmen des Flughafens aus, führen aber in Essen, Ratingen, Kaarst und Büderich dazu, dass Kinder oft genug nicht vor Mitternacht einschlafen können. Die Mauertaktik des Verkehrsministeriums zeigt, dass wir im Recht sind, nun sollten sich noch mehr Betroffene auch für ihre Familien engagieren. "
Vorausgegangen war der spontanen Aktion der Büdericher Aktionsgruppe der Bürger gegen Fluglärm ein Brief von BgF-Chef Christoph Lange an die Ministerpräsidentin, der von der Staatskanzlei trotz der ausdrücklichen Bitte, eine politische Antwort zu bekommen, einfach an das Verkehrsministerium weitergereicht wurde. Christoph Lange dazu:
"Die Antworten der seit 20 Jahre dort tätigen Beamten kennen wir zu Genüge, wir wollten wissen, was die im Wahlkampf als "Kümmerin" aufgetretene Ministerpräsidentin im Rahmen ihrer Richtlinienkompetenz für die am stärksten vom Fluglärm betroffenen Menschen tut. Überall in Deutschland wehren sich die Menschen völlig zu Recht gegen den ausufernden Fluglärm - und wir als die am Tage mit weitem Abstand mit den höchsten Fluglärmpegeln belasteten Anwohner sollen mit den abwimmelnden Antworten aus der Fachabteilung des Ministeriums zufrieden sein? Düsseldorf sei ja nicht ausgebaut worden, so dort der Tenor. Jeder weiß aber, wie sich der Flughafen seit dem letzten Planfeststellungsbeschluss 1983 entwickelt hat. Diese Antworten sind eine bodenlose Unverschämtheit. "
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Wenn auch Sie sich beteiligen wollen, laden Sie den Vordruck durch einen Klick auf den nachfolgenden Link herunter und drucken ihn aus: http://www.buergergegenfluglaerm.de/index.php?showfile=1&fid=315&p=downloads&area=1&categ=16
Danach nur noch ausfüllen und per Post an die Ministerpräsidentin senden.
Drucken | 01.07.2012, 19:41:00 | lehe
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